Erfolgreiche Impfaktion in der Neckarstadt-West

In der Neckarstadt-West wohnen Menschen vieler unterschiedlicher Nationalitäten dicht beieinander. Menschen, deren Lebensumstände oft schwierig sind. Die Einkommen sind niedrig, die Probleme vielfältig – und in der Corona-Pandemie ist ein weiteres Problem hinzugekommen: die Inzidenzzahlen. Sie waren in der Neckarstadt-West deutlich höher als in den übrigen Mannheimer Stadtteilen.

Die Bewohner*innen in der Neckarstadt-West leben oft auf engem Raum und arbeiten überwiegend in der Produktion, die Möglichkeit von Homeoffice gibt es kaum. Gleichzeitig erreicht die bundesweite Impfkampagne gerade sie nicht. Denn viele der Menschen, die hier leben, kennen die Gepflogenheiten nicht so gut und sprechen die Sprache kaum. Um den Zugang zur Impfung einfach zu halten, startete die Stadt Mannheim mit Unterstützung der Lokalen Stadterneuerung (LOS) und dem Quartiermanagement am 10. Mai die sogenannte „Quartiersimpfung“ in der Neckarstadt-West, die sich speziell an die 21.000 Bewohner*innen des Stadtviertels richtete. Personal des Impfzentrums Mannheim verimpfte im Bürgerhaus 14 Tage lang Dosen des Moderna-Vakzins. Dadurch konnten mehr als 4.400 Menschen gegen das Corona-Virus erstgeimpft werden.

Die „Quartiersimpfung“ hat erreicht, dass die Neckarstadt-West keine rückständige Impfquote mehr aufweist und dass viele Menschen, die sonst keine Impfung erhalten hätten, eine bekommen konnten. Die Gefahr von gefährlichen Ansteckungsclustern im Stadtteil ist damit deutlich gesunken. Dies konnte gelingen, weil vor Ort viele Akteure hervorragend zusammengearbeitet haben.

Die Aktion wurde von vielerlei Stellen, u.a. vom Sozialminister Baden-Württemberg Manfred Lucha, von Oberbürgermeister Dr. Kurz, der Staatssekretärin Elke Zimmer bis hin zum Bezirksbeirat, als beispielhaft gelobt.

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