Kletterparcours für den Neumarkt: Vorstellung Planentwurf Spielplatz

In einem Beteiligungsprozess in Form einer Befragung umliegender Institutionen durch die Kinderbeauftragte der Stadt Mannheim, Birgit Schreiber, wurden die Anliegen von Kindern und Eltern zur Sanierung des Spielplatzes Neumarkt zusammengetragen. Die Ergebnisse wurden an das Planungsbüro Greenbox Landschaftsarchitekten übergeben und soweit möglich im Planentwurf für den neuen Spielplatz berücksichtigt. Corona bedingt konnten die Ergebnisse nur im Rahmen einer kleineren Infoveranstaltung im Oktober auf dem Neumarkt-Spielplatz präsentiert werden.

Ein Kletterparcours aus Holz und Netzen ist das zentrale Element der Umgestaltung. Nicht nur dank seiner imposanten Größe, sondern auch dank seiner Spielmöglichkeiten, die er bietet. „Viele Kinder hatten verschiedene Wünsche, die wir mit dem Parcours erfüllen möchten: balancieren, hangeln, klettern“, erklärt Marcel Wiegard von Greenbox. Auch ein Ausguck sei sehr gefragt und eingeplant. „Der Parcours fängt einfach an, damit auch kleinere Kinder, die noch nicht so gut klettern können, ihren Spaß haben“, so der Landschaftsarchitekt. Je weiter geklettert wird, desto schwieriger und höher wird es. Denn auch den Größeren soll es nicht langweilig werden. Idealerweise, so stellen es sich die Landschaftsarchitekten vor, sollen die Kinder beim Spiel auch den sozialen Umgang miteinander lernen: „Etwa Konflikte lösen, wenn man sich vielleicht mal im Weg steht“, umschreibt der Planer beispielhaft.

Mit dem Parcours versucht Greenbox so gut es geht, die Einzelwünsche der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer zu berücksichtigen, zu denen auch eine große Wippe zählt. „Viele Mütter haben uns erzählt, dass sie die bereits vorhandene Viererwippe sehr schön finden“, so Wiegard. „Darum haben wir auch wieder eine Wippe realisiert, die allerdings auch für Kinder mit Handicap geeignet ist.“ Etwas vom Parcours abgesetzt entsteht zudem ein Bereich für Kleinkinder unter drei Jahren mit Sand und einer Rutschbahn.

Auch die Wünsche der Mütter und Väter selbst finden im Entwurf Berücksichtigung: Der Sitzbereich wird als lange, robuste Holzbank mit integrierten Beistelltischen geplant, damit auch mal etwas zu trinken abgestellt werden kann. Dazu bekommt der Spielplatz zusätzliche Bäume, die den dringend benötigten Schatten spenden. Das ist nicht nur dem übergeordnetem Thema „Waldlichtung“ geschuldet, sondern auch dem mehrfachen Wunsch der Eltern.

Aktuell laufen noch die Detailplanungen für den Spielplatz. Ein Baubeginn ist im Frühjahr 2021 vorgesehen.

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